Knorrige Bäume im Gesundheitsamt

Vortrag des Leiters des Umweltamtes, Peter Dommermuth, am Mittwoch, 12. November 2014 von 16.00 – 17.30 Uhr im Gesundheitsamt, Breite Gasse 28 zum Thema „Alt, knorrig und voller Leben – Gesundheit für Bäume und Menschen“.<!

Durch Zufall fiel mir heute das Veranstaltungsheft des Gesundheitsamtes Oktober 2014 bis Juni 2015 in die Hände. Blätterte darin und sah Baum und Dommermuth. Das könnte interessant sein. Denn gerade alte Bäume gibt es in Frankfurt kaum. Und gerade wurde eine knorrige Robinie im Grüneburgpark gefällt. Ihr werden weitere folgen, denen mit der Motorsäge zum viel zu frühen Baumtod verholfen wird.

Und gerade lese ich die neue Meldung, daß die alte Kastanie im Bereich Koreanischer Garten abgesägt wird. Heute konnte ich sie noch mal anfassen. Fotografieren. Mich mit jemand im Kraftfeld der Kastanie unterhalten. Die alten Bäume fallen viel zu früh. Aus Angst, sie könnten jemand beim Fallen treffen.

Wird das am 12.11. ein realistischer Vortrag oder ein romantisierender? Um zu schwelgen von Frankfurt als „Stadt der Bäume“, wie es angekündigt ist? Damit noch mehr Menschen in die Stadt ziehen, obwohl es in ihrer bisherigen Umgebung besseres, nachhaltigeres Grün gibt?

Bittere Tatsache ist die Fällung von enorm vielen Bäumen in Frankfurt. Die Nachpflanzungen hapern, werden verzögert oder es sind nur zierliche Bäumchen, die oft sogar eingehen.

Im Grüneburgpark sind Nachpflanzungen gar nicht vorgesehen. Denn dort hat sich mittlerweile ein Defizit von über 130 gefällten alten Bäumen angesammelt. Von Pflanzungen ist nichts Konkretes zu hören. Oder kennen Sie eine öffentlich zugängliche Liste von Baum-Nachpflanzungen im Park?

Die Nachpflanzungen von Bäumen sind dort seitens des Grünflächenamtes auf der Basis des unökologischen Parkpflegewerks Grüneburgpark einfach unerwünscht.

Wird Peter Dommermuth ehrliche Antworten auf die hohen Baumverluste auf den Friedhöfen, in den Parkanlagen und in den Wohngebieten entlang von Straßen und in den Gärten geben?

Ist der Stadtbaum der Zukunft der autogerechte, straßengerechte Baum – so wie die schmalen, kleinkronigen Ahornbäume in der Hansaallee entlang der Uni Westend? Nichts von knorrig, nichts von alt. Die Wertschätzung alter Bäume ist nicht zu spüren.

Gisela Becker

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