Wenn die Kraniche ziehen

Foto Gisela Becker

Foto Gisela Becker

Heute um 17 Uhr. Kranichschreie. Die Schreie kamen aus dem Norden. Die Kraniche waren noch lange nicht zu sehen. Dann war es soweit. In zwei parallelen Formationen, eine gebogen, eine spitzer waren sie hoch am Himmel zu sehen. Ein Vogel hinter dem anderen.
Manche dazwischen. Der Himmel war himmlisch blau mit weißen Wölkchen. Bis wohin werden sie heute noch geflogen sein? Wo ist ihr Nachtquartier zur Futteraufnahme? Werden sie wegen der Klimaerwärmung in Spanien bleiben oder nach Afrika weiterziehen?

Das erste Mal lernte ich im Jahr 1990 Kraniche mehr aus der Nähe kennen. Es war bei einer Radtour in Mecklenburg ein Jahr nach dem Fall der Mauer. Ich fragte damals einen Bauern, ob das Kraniche seien. Er nickte, wunderte sich sicher über meine Unkenntnis. Dort in Mecklenburg-Vorpommern sammelten sich Tausende von Vögeln auf den Äckern, auf denen extra Mais zurückgelassen wurde. Für die Kraniche. In den Folgejahren fuhr ich nach Rügen und nach Darß extra, um die Kraniche zu erleben. Wie sie sich im Oktober sammeln für ihren Flug nach Süden.

Manche bleiben bereits in nördlicheren Gefilden hängen. Weil es im Winter warm genug geworden ist.

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