Fontanesia fortunei – Vier Bäume im Grüneburgpark

Fontanesia fortunei Grüneburgpark Fontanesia fortunei 22.11.2014

Im Grüneburgpark treiben vier* Bäume, die am fertig sanierten Hauptweg der Verbindung August-Siebert-Straße Richtung Botanischer Garten stehen, gerade frische Bodentriebe aus, die wie die hohen Mutter-Bäume grün belaubt sind. Die Baumart ist unbekannt. Im Baumkataster findet sich die Bezeichnung Fontanesia fortunei. Die vier Bäume mit den Nummern 320 bis 323 gehören zu Anpflanzungen aus dem Jahr 1975. Sie sollen zu dem Versuch gehören, einen dendrologischen Weg anzulegen. Die Bäume haben einen Stammumfang von 70 bis 80 cm. Sie sind ca. 10 Meter hoch. Die Blätter sind jetzt im November an den Bäumen. Vielleicht sind sie wintergrün? Im Frühjahr hatte ich die weißen Blüten gesehen. In der Literatur finde ich sie auch als Büsche. Das erklärt auch die Bodentriebe. An der Stelle würde sich die Verbuschung gut machen. Wenn das die natürliche Vegetation ist, braucht nicht auf Dauer auf Stamm geschnitten werden. Ich werde es dem Umweltdezernat vorschlagen.

Fontanesia ist mein Baum des Tages.

Nachtrag am 27.11.2014

* Es sind fünf Bäume.

Beim Blick auf das rechte abgebildete Foto stutzte ich, denn es waren fünf Bäume drauf. Im Kataster stehen aber nur vier. Also übernahm ich die vier Bäume hier in der Überschrift, die vier mit dem grünen Etikett mit der Katasternummer am Stamm.

Dann schaute ich in der Wirklichkeit im Park noch mal nach, lief von Baum zu Baum. Es sind tatsächlich fünf Bäume in dieser Gruppe. Der eine Baum ist dünn geblieben. Er bekam keine Nummer, wurde nicht registriert.

Kein Grund, ihn nicht als Baum zu akzeptieren. Ihm eine Nummer zu geben. Nicht wahr? So geht es mit manchen Abweichungen. Was ich einerseits ganz sympathisch finde, denn dadurch flutscht so manches durch. Andererseits kann es bei den Bäumen im Grüneburgpark dazu führen, daß sie verschwinden, abgesägt werden, weil sie nicht einer x-beliebigen Norm entsprechen. Oder nicht in eine Ideologie passen.

Andere gelten als Wildwuchs und gelten für einige als unerwünscht. Über solche Prinzipien, Ideologien, Normen muß gesprochen werden. Wir begeben uns auf den Weg der ökologischen Parkpflege. Da ist vieles differenzierter zu betrachten. Deshalb auch meine Idee, diese Sorte Baum durch Verbuschung verwildern zu lassen. Sie werden dadurch widerstandsfähiger. Es ist auch naturnäher.

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