Schwerstarbeit Eingangstür vom MMK2 im TaunusTurm öffnen

Am Dienstag ergab es sich, daß ich am TaunusTurm an der Gallusanlage vorbei kam und mich entschloß, die neue Dependance des Museum für Moderne Kunst (MMK2) dort im Turm zu besuchen. Es war sowieso launisches Regenwetter. So schien der Besuch eine gute Gelegenheit zu sein. Doch ich kam kaum zur Tür rein. Die Eingangstür geht kolossal schwer auf. Der Wind, der an dem Tag durch das Land zog, tat sein übriges, daß er gegen die Tür drückte. Mit Müh und Not kam ich ins Innere und fragte dort an der Kasse nach, wie denn behinderte Menschen diese schwer gehende Tür öffnen können. Es gäbe doch ein Stück weiter das Rollstuhl-Piktogramm für die zweite Tür, wurde mir geantwortet. Ich schaute nach und fand von innen die zweite Tür, ging hinaus, sah das Rolli-Piktogramm. Doch wie weiter? Schließlich entdeckte ich an der Hauswand einen winzig kleinen silbernen Knopf, drückte ihn. Durch das Mikrofon kam die Stimme der Kassiererin. Ich sagte: „Ich mache gerade den Test.“ Doch sie öffnete mir nicht. So mußte ich ein zweites Mal durch die schwer gängige Haupttür ins Haus. Ich fragte, ob diese Situation als barrierefrei einzustufen sei. Weniger, meinte die Kassiererin.

Dann suchte ich den Aufzug. Es ist alles etwas verwinkelt. In der Museumsetage im oberen Stockwerk mit KunstObjekten von Künstlerinnen aus dem Archiv des MMK schaute ich mich dann in aller Ruhe um. Doch von wegen Ruhe. Die Querbeschallung durch einzelne Objekte machte mich nervös. Konzentriert war ich bei den schwarz-weißen Fotos von Barbara Klemm, die mir wie immer sehr gut in künstlerischer Hinsicht und politisch-kritischer Aussage gefallen. Die Fotos von Anja Niedringhaus zeigen Menschen in Kriegen.  Wacklig wurde es beim KunstObjekt Nr. 13 von Jewyo Rhii aus Korea. Der wacklige Fußboden, über den die BesucherInnen vorsichtig gehen können, soll die eigene Unsicherheit verdeutlichen.  Ein Blick aus dem Fenster war nur durch stark schattierende Bespannung möglich.  Die anderen Objekte im Raum und an der Wand sowie die Videoinstallationen sind durchaus einen unruhigen Besuch wert.

Zum Ausgang nutzte ich die Treppe. Die große Glastür am Eingang konnte ich nicht öffnen. Zu der Zeit war stärkerer Sturm. Und die Tür öffnet nach außen. So ging ich zur 2. Tür, die für Rollstühle, die etwas leichtgänger ist und kam raus. Es ist verflixt, wenn sich Türen heutzutage nicht bei Annäherung von selbst öffnen. Das ist technisch kein Problem. Das wäre wirklich Standard der Barrierefreiheit bei modernen Gebäuden, vor allem, wenn sie eine öffentliche Nutzung haben. Hat der Kulturdezernent keine Probleme beim Öffnen der Tür des MMK2?

Die Ausstellung heißt Boom She Boom.

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