Westend: Neugestaltung an der „Welle“ – Bäume ohne Zukunft

Öffentliche Veranstaltung am Donnerstag, 29.1.2015 um 18.30 Uhr in der „Welle“

Foto Gisela Becker

Foto Gisela Becker

Die Axa Real Estate, Eigentümerin der „Welle“, hat ein neues Konzept für die Außengestaltung. Die Bauarbeiten sollten schon am 26.1.2015 beginnen. Auch „Rodungen“ wurden angekündigt. Darüber wurden wir AnwohnerInnen in einem Flublatt am Freitag, 23.1.2015 informiert. Meine Alarmglocken schrillten wegen der Bäume. Einige gediehen schon seit Jahren schlecht, darunter sechs Ginkgos. Zwei Ginkgos wachsen gut, die Wurzeln sind offenbar mit genug Boden in der Tiefe umgeben. Die zwei Trauerweiden an der Ecke Gärtnerweg / Leerbachstraße zeigen auch keine Wachstumsschäden.

Einige Bäume waren im Verlauf der Zeit schon gegen neue ausgetauscht worden.

Ich schrieb die Unternehmenskommunikation umgehend per mail an mit der Bitte, mich in den mail-Verteiler zu nehmen. Und daß ich die Pläne gern genauer kennen lernen würde. Erhielt noch am Freitag ein Feedback, daß das kurzfristig möglich sei.

Für Donnerstag, 29.1.2015 um 18.30 h wird nun in die Welle zur öffentlichen Vorstellung des neuen Gestaltungskonzepts eingeladen.

Am Wochenende schaute ich mir mit Kamera die jetzige Situation genauer an. Und es stellten sich Fragen. Zum Beispiel, ob Bäume umgepflanzt werden könnten. Von der Unteren Naturschutzbehörde bekam ich am Montag, 26.1.2015 Auskunft, daß alles genehmigt sei, daß „neue Grüninseln“ entstehen würden. Doch was ist mit Bäumen? Die FR hatte ich unterrichtet und Claus-Jürgen Göpfert recherchierte daraufhin, nachzulesen im Artikel „Welle wird neu gestaltet“ vom 27.1.2015.

Die „Welle“ hatte von Beginn an mit Leerstand zu kämpfen. Ärgerlich war die Genehmigung, höher bauen zu dürfen, wenn Wohnraum entsteht. Es entstand kein Wohnraum, sondern ein Boarding-House, also ein Hotel. Die damalige Diskussion im Ortsbeirat und in der AGW vor über 12 Jahren habe ich in Erinnerung. Zur Zeit der Metallgesellschaft war auf dem Gelände viel Vogelschutzgehölz, das sehr, sehr viele Vögel beherbergte. Die „Welle“ hat es trotz Versprechen nicht geschafft, dichtes Buschwerk wachsen zu lassen. Die „Welle“ war mit einem Ökokonzept angetreten. Der Lichtsmog durch ständige Beleuchtung des nördlichen Treppenhauses wurde nach Protesten der Nachbarschaft abgeschaltet. Der Wasserlauf wird nun abgerissen. Der Radweg entlang des Reuterwegs wurde so geplättelt, daß er nicht zu erkennen ist. Ich hoffe, daß nun Asphalt eingeplant wird.

Um die „Welle“ zu beleben, kann ich mir bezahlbare Familienwohnungen und eine Kita vorstellen. Denn daran besteht hoher Bedarf. Es könnte eine ebenerdige Kita mit Außengelände entstehen. Im Hochhaus am Rothschildpark, also gegenüber, ist eine Kita im ersten Stock ohne Außengelände. Daß so was genehmigt wird, entzieht sich meiner Vorstellung.

Zur Vorstellung der Pläne am 29.1.2015 gehe ich auf jeden Fall.

Nachtrag am 30.1.2015

Chancen für die beiden Trauerweiden

In der gestrigen Diskussion setzten sich mehrere AnwohnerInnen für den Erhalt der Trauerweiden ein. Seitens der welle und den PlanerInnen wurde zugesichert, daß der Mauerabbruch den Wurzeln der beiden Weiden nicht schadet, so daß sie weiter wachsen können.
Bei den übrigen Bäumen, die nicht mehr vorgesehen sind, wird auf unseren Wunsch eine Umpflanzung geprüft. Wohin können beispielsweise die 6 Ginkgos, die dort mangels Tiefe seit Jahren nicht gedeihen. Bei 2 gut wachsenden Ginkgos wird geprüft, was mit dem Wurzelwerk ist und ob dort Grundwasserkontakt besteht.

Gisela Becker

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