MELBOURNE: Emotionaler Baumschutz

In Melbourne in Australien haben alle 70 000 Bäume email-Adressen. Sie antworten sogar. Es gibt Liebesbriefe an die Bäume. Es gibt Schadensmeldungen. Die Bäume stehen im Fokus. Mehr zu lesen in der taz hier.

Wir sind ja in Frankfurt schon ein gutes Stück voran, daß es das online-Baumkataster gibt. Doch sind viele Bäume nicht veröffentlicht. Im Baumkataster gibt es sehr viele nicht veröffentlichte Flächen mit Bäumen. Zensur. Es wären mehr als doppelt so viel Bäume wie in Melbourne.Und geantwortet wird von der Frankfurter Verwaltung in der Regel zu dünn. Die Qualität einer guten Bürgerbeteiligung ist in Frankfurt`s Verwaltung nicht ausgebaut. Eine große Lücke besteht auch in der Information durch die Stadt. Es gibt so gut wie keine öffentlichen Begehungen seitens der Verwaltung. Die Mitsprache beim Umgang mit Bäumen wird nicht grundsätzlich gefördert. Baumfäll-Meldungen werden nicht 1:1 im Internet veröffentlicht, sondern zensiert von der städtischen Pressestelle. Das liegt daran, daß das zuständige Grünflächenamt die Pressearbeit nicht aus eigener Hand macht. Warum nicht?

Die Bäume stehen in Frankfurt nicht im Mittelpunkt. Sondern die Profitmaximierung von Investoren, die keinerlei Wert auf Baumschutz und Baumerhalt legen. Es ist schlimm um die Bäume in Frankfurt bestellt unter diesen Bedingungen.

In den anderen Städten ist es ähnlich. Doch wenn Frankfurt auf Platz 1 der Nachhaltigkeit wirklich sein soll, muß mit Natur, Umwelt und Investoren ein anderer Umgang gepflegt werden.

Gisela Becker

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