Sandstrand und Palmen in Kuba

Sandstrand und Palmen -Havanna, KubaAm Strand Playa Girón in Kuba - Korallen und Muscheln

Bei der politischen Bildungsreise „Kuba real – Mythos und Wirklichkeit“ vom 27.2.- 14.3.2015 mit dem DGB-Bildungswerk Hessen e.V. besuchten wir vor allem Havanna. Dort unternahmen wir Rundgänge, Rundfahrten und Stadtteilbesuche. Wir besuchten unter anderem soziale Projekte, die Technische Hochschule, das Revolutionsmuseum, die deutsche Redaktion der Parteizeitung GRANMA, eine Tabakfabrik. Es war mein erster Besuch auf der karibischen Insel. Jetzt im März waren es Temperaturen über 25 Grad. Sommerklamotten waren angesagt. Relaxen am Strand unter Palmen ist eine besonders schöne Seite Kubas (Foto).

Havanna
Wir waren in Havanna je nach Interesse auch in kleinen Gruppen unterwegs, um die 2,2 Millionen-Metropole zu erkunden. Die Altstadt ist bedeutendes UNESCO-Weltkulturerbe. Viele repräsentative Häuser der Kolonialzeit sind restauriert und nach historischem Vorbild mit leuchtenden Farben angemalt. Viele Häuser harren noch der Restaurierung. Manch Bausubstanz wird schwer zu erhalten sein, weil die Häuser zusammenfallen.

Viele Plätze sind gut gestaltet und mit Bänken, Kunst, Bäumen, Palmen und niedrigeren Grünpflanzen versehen. Manche Straßen und Gehwege haben noch tiefe Schäden. Wir wohnten die erste Woche im Hotel Viktoria im „grünen“, hügeligeren Stadtteil Vedado, in dem die Bürgerhäuser mit Gärten umgeben sind und die Straßen mit alten Bäumen begrünt sind.

Rundreise
Bei der anschließenden Rundreise im bequemen, modernen staatlichen Reisebus lernten wir – viel zu kurz – Santa Clara (Che-Gedenkstätte), Cárdenas, Playa Giron (Schweinebucht), Varadero und das Taino-Dorf auf der Zapata-Halbinsel kennen.

Die Situation Kubas durch den US-Wirtschaftskrieg wurde in vielen Facetten dargestellt. Der Kampf zur Freilassung der „5“ Kubaner, die zu 15 Jahren US-Haft verurteilt worden waren, war ein bedeutendes gesellschaftspolitisches Thema. Die letzten drei Kubaner wurden am 17.12.2014 vorzeitig entlassen – ein Erfolg Kubas und eine politische Entscheidung der Obama-Regierung.

Alberto
Unser 70jähriger kubanischer Reiseleiter Alberto, der fließend deutsch und englisch sprach, war wertvoller Zeitzeuge für die kubanische Revolution, von der er aus eigenem Erleben viel und anschaulich zu erzählen wußte. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Kubas und die Zusammenarbeit mit Ländern, die die Unabhängigkeit Kubas respektieren, spielten in unseren Diskussionen eine große Rolle. Die Wirtschaftsblockade der USA macht es dem Land sehr schwer, sich wirtschaftlich und technologisch gut zu entwickeln. Das Bildungssystem ist fortschrittlich. Analphabetismus ist fast überwunden. Stolz ist das Land auch auf das gute Gesundheitssystem, das allen KubanerInnen kostenlos zur Verfügung steht. Wir nahmen kleine Eindrücke davon mit. Die kulinarische Seite Kubas ist bemerkenswert vielseitig und gesund mit Obst, Gemüse, Fleischgerichten, Fisch, Reis mit Bohnen usw. Reis wird noch nicht genügend produziert. Die Kartoffeln aus der neuen Ernte fanden auf den Märkten sofort KäuferInnen, die teils in Schlangen an den Ständen dafür anstanden.

Natur
Einige von uns machten gesonderte Ausflüge ins Naturschutzgebiet Las Terrazas und zum Botanischen Garten, um mehr zur Ökologie, zur Vogelwelt und allgemein zur Natur und Landwirtschaft des Landes zu erfahren.

Heute war die Rückkehr mit Direktflug Havanna – Frankfurt am Main. Vielleicht schreibe ich noch einiges zum Besuch in Kuba hier im blog. Denn die mitgebrachten Fotos sind buntes, vielseitiges Anschauungsmaterial dieses revolutionären Landes. Ein Besuch lohnt sich. Im Flugzeug saß eine Gruppe FahrradtouristInnen.

Gisela Becker

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