Kahlschlag von vielen Bäumen und Büschen im Westend und in Niederrad in der Vogelschutzzeit

Fehlender Baumschutz in Frankfurt
Kahlschlag Wiesenau 36

Westend. Gerade erhielt ich die Meldung eines Nachbarn im Westend, daß ein dicker Baum im Vorgarten der Myliusstraße 30 weg sei. Von der Unteren Naturschutzbehörde genehmigt? Warum? Der Nachbar hatte außerdem ein Baummassaker auf dem Eckgrundstück Wiesenau / Friedrichstraße im Westend festgestellt. Das hatte ich auch mit Schrecken gesehen, mit Fotos dokumentiert und die Stümpfe gezählt (Foto). Alle Bäume und Büsche im Vorgarten sind weg. Es sind rund 16 Baumstümpfe. Genehmigt? Warum? Was kommt danach? Wird unser Klima besser, wenn die Bäume weg sind? Haben die Vögel genügend Nist- und Ruheplätze? Das ist doch egal in Krankfurt.

Niederrad. Auch in der Hahnstraße in Niederrad rund um die leerstehenden Bürohochhäuser geht der Kahlschlag um. Am Komplex 37 – 39 sind sämtliche Bäume und Büsche frisch abgesägt bzw. abgeschlagen worden. Ich zähle 12 Baumstümpfe. Schlimmster Kahlschlag.
Wenn genehmigt, warum?

Der fehlende Baumschutz „stinkt zum Himmel“.
Frankfurt – Stadt der Bäume?

Auch auf dem Nachbargrundstück Nr. 35 sind Fällungen dran. Zwei Baumstümpfe und jede Menge Asthaufen sind dort zu sehen. „Wundervoll“ in der Vogelschutzzeit, die am 1.3.2015 begonnen hat. Sarkasmus ist Zeichen der Wut. Vor einem Jahr war das mehr zum Main hin gelegene NachbarGrundstück in der Hahnstraße mit Kahlschlag dran. Jetzt sind dort einige junge Bäume gepflanzt, die keinesfalls die alten, großkronigen ersetzen können. Ich erhielt damals keine Antwort auf meine Anfrage bei der UNB. Wird der Komplex jetzt als Büroraum vermietet?

Welle. Ich erinnere daran, daß an der Welle am Reuterweg im Westend die Genehmigung zur Fällung gesunder Bäume gegeben wurde. Ich berichtete hier im blog u.a. von 8 Ginkgos.

Innenstadt.
Auch zwei dicke Bäume in den Wallanlagen wurden ein Opfer der Motorsägen. Ich stellte das am Wochenende fest. So fiel ein Laubbaum (Ginkgo oder Birke) am Nebbienschen Gartenhaus und eine Robinie in der Eschenheimer Anlage. Gab es eine städtische Meldung dazu über den Grund? Ich entdecke keine auf http://www.frankfurt.de. Was ist mit den vielen notwendigen Nachpflanzungen in den Wallanlagen? Großes Schweigen. Rabbatz in der Bevölkerung gibt es keinen. Wir BaumschützerInnen sind zu wenige. Wir sind nicht laut genug.

Gisela Becker

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