Im Garten blüht es – Malerische Obstbaumblüte

biogarten f-eschersheim
Es ist grandios, wie üppig sich nach einer Woche Abwesenheit mein BioGarten präsentiert. Obwohl es weiterhin ganz trocken ist. Der kleine Teich hat Tiefstand. Doch die Sauerkirsche, eine Schattenmorelle, 30 Jahre alt, empfängt mich am gestrigen Sonntag mit einem weißen Blütenkleid, einer Wolke von Weiß.

Mit viel Bienenbesuch. Gleichzeitig sind zwei kleine Apfelbäume, ebenfalls 30 Jahre jung, in Blüte, haben aber auch noch rote Knospen. Ein malerischer Anblick, das Ganze. So liebe ich die Natur! Großzügig und immer voller Überraschungen. Sogar drei gelbe Tulpen auf langen Stengeln haben den Wühlmausfraß überlebt. In einer Ecke kommen sogar rote Tulpen zum Vorschein. Die rosa und rötlichen Wildtulpen sind auch wieder in Blüte und nicht von Wühlmäusen entdeckt worden. Die Baumpracht wird untermalt von ausgedehnten Kissen von blauen Vergißmeinnicht und lila Silbertalern. Die grüne Wiese verziert sich mit weißen Gänseblümchen. Alles betrachte ich eingehend, nehme Bilder in mich auf. Der Nachbar begrüßt mich. Erzählt, daß die Krähen regelmäßig meinem Teich Besuch abstatten, um wahrscheinlich die Wasserschnecken zu fressen. Habe ich noch ein dichteres Netz? überlege ich. Die Johannisbeeren bilden eine grüne, dichte Hecke. Wen finde ich dieses Jahr zur Ernte der vielen roten Beeren?

Die Blüte der Mirabelle und der Pflaume neigt sich dem Ende entgegen, die Pfirsichblüte ist schon 14 Tage vorbei. Wieviel Früchte sind dieses Jahr angesetzt? Wieviel werde ich von der üblichen kolossalen Menge verschenken?

Irgendwann beginne ich, in der Rabatte das Zuviel an Kräutern und ausgebreiteten Herbstastern zu entfernen. Die Schubkarre füllt sich mit dem vielen Grün. Der Kompost, der aus viel trockenem Material besteht, braucht Grünes in der Komposition. Schneeglöckchen haben sich gut vermehrt, so daß ich einen Sack fülle, um sie demnächst beim Naturfreundehaus ins Gelände zu verteilen.

Ein Rotkehlchen-Pärchen fliegt dicht an mir vorbei von Obstbaum zu Obstbaum. Ich pfeife Melodien, denen ein Vogel eine Weile lauscht. Denke ich mir jedenfalls, als er in meiner Nähe sitzen bleibt. Ob das Pärchen schon einen Nistplatz gefunden hat? Auch ein Kohlmeisen-Pärchen ist in schnellem Flug unterwegs und hüpft von Ast zu Ast. Jetzt untersuche ich die Vogelkästen nicht, um eine mögliche Brut nicht zu stören. Im Kasten über dem Teich nisteten Jahr für Jahr Spatzen.

Gegen sieben Uhr am Abend naht eine dicke, schwarze Wolke. Sie bringt erst Mal keinen Regen. Doch später in der Nacht beginnt endlich der ersehnte Regen. Der den Schmutz in der Luft auswäscht und dem seit Wochen ausgetrockneten Boden das Wasser hinzufügt. Jetzt kann der Mangold keimen. Ebenfalls die Ringelblumen. Bald sind die Feuerbohnen dran, daß sie rings um die altbewährten, grauen, als Pyramide aufgestellten Lärchenholzstangen keimen und daran hochwachsen.

Ich ernte für die Grüne Soße ein dickes Bündel Bärlauch, Pimpinelle, Schnittlauch, roten und grünen Sauerampfer, Staudenkresse, Fenchelblatt, Gundermann und blühenden Feldsalat. Die Nachbarin, die meine Wohnung versorgte, wird mit Rhabarber und einem großen Frühlingsstrauß beglückt.

Bei Interesse zeige ich gern meinen Kleingarten.

Möchte sogar jemand mitmachen?

Die knapp 400 qm sind nämlich ziemlich viel für eine Person.

Gisela Becker

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