Kräuterbeet beim Naturfreundehaus anlegen

Beim geselligen Zusammensein am Nachmittag des 1. Mai im NFH wurde die Idee, die Kräuterspirale mit den im Vorgarten vorhandenen Basaltsteinen an anderer Stelle neu anzulegen, immer wieder besprochen. Denn die Gruppe mußte gefunden werden, die die Idee gut findet und ausführt. Die schweren Steine müssen mit der Schubkarre transportiert werden. Das können die Oldies einschließlich mir alle nicht mehr so. „Die Jugend“ übernimmt nun das Projekt! Unter meiner Anleitung.

Die Fläche wurde gemeinsam mit den Oldies am 1. Mai ausgewählt. Die kannten die Idee von mir, sie gärte schon lange. Denn die 30 Jahre alte Kräuterspirale vor dem Haus hatte nie funktioniert. Der Vorstand zögerte, denn alle sind reichlich ausgelastet mit den vielen Aktivitäten im NFH und der sehr häufigen Präsenz bei politischen Veranstaltungen. Doch mit der Entscheidung am 1. Mai kommt das Projekt in Gang.

Zunächst werden auf der vorgesehenen Fläche viele Brombeeren sowie Brennesseln und Disteln entfernt. Veilchen, Grasbüschel, Goldruten und ein oder zwei Büsche werden gerettet und umgesetzt. Trotzdem wird eine Plane unter das neue Beet gelegt, damit die restlichen Wurzeln nicht durchstoßen.

Die Form für das neue Beet ist gemeinsam zu finden und dann mit den Basaltsteinen zu legen. Wird es eine Spirale oder eine andere Beetform? Zum Beispiel eine längliche oder runde Form? Nach meiner Auffassung sollte das neue Beet groß werden, um viele Kräuter anzupflanzen, die dann auch zum Kochen verwendet werden können.

Die Komposterde für das Kräuterbeet, so ist jetzt besprochen, lassen wir anliefern. Weil es am NFH nur Sand gibt. Es fehlt auch Lehm.

Weil es nicht oft regnet, müssen die Kräuter in den Trockenperioden gewässert werden. Für die Grüne Soße wird einiges angebaut. Ich bin gespannt, wie das Projekt läuft. Die jungen Leute aus Eritrea freuen sich sehr, bei dem Projekt dabei zu sein. Das stellte sich am 1. Mai bei den Gesprächen schnell heraus.

Ein junger Mann war in Eritrea Bauer und baute mit Mutter und Schwester Pflanzen an, um sie auf dem Markt zu verkaufen. Sie kamen über Lybien und über das Mittelmeer und wohnen nun gegenüber dem NFH bei der AWO. Die jungen Leute lernen intensiv Deutsch. Donnerstag sind sie paar Stunden am Abend im NFH für Projekte.

Das läßt sich gut an, finde ich.

Bei einem Rundgang am 1. Mai zeigte ich einer jungen Eriträerin, Mutter von zwei Kindern, die seit 2 Jahren in Niederrad mit ihrem Mann wohnt, welche Heilpflanzen auf dem Gelände des NFH wachsen. Sie kannte die Namen alle! Sie kannte sich aus!

Sie probierte frische Zitronenmelisse, Gundermann, Bärlauch, Knoblauchsrauke, Pfefferminze. Diese Kräuter wachsen in kleiner Menge zwischen den nicht eßbaren Pflanzen Vergißmeinnicht, Storchschnabel, Buchs, Immergrün. Die Anpflanzungen, die jetzt in toller Blüte stehen, sind von mir.

Gisela Becker

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