Wann wird der Goetheplatz endlich schön?

Wann wird die Platzfolge Rathenauplatz, Goetheplatz, Roßmarkt barrierefrei?

Wie die FR am Ende des Wonnemonats Mai berichtete, verkündet der grüne Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz, daß die Platzfolge mit Blumenkästen angereichert wird und der graue, staubige Goetheplatz eine helle, gebundene Oberfläche bekommen soll. Von stattlichen 700000 Euro ist die Rede. Planungskosten. Die Presse berichtet nichts davon, daß das schreckliche, holprige Pflaster durch eine glatte, leicht begehbare und befahrbare Spur mit Plattenbelag für Rollis und Rollatoren ausgewechselt wird. War der Protest gegen das Kopfsteinpflaster zu leise? Ich hatte als Stadtverordnete wirklich viel getan, um gegen die Barrieren des Pflasters zu wettern. Antrag und Rolli-Aktion mit unserer „Initiative Alte für Frankfurt“ bleiben weiter unbeachtet. Typisch für Schwarz-Grün. Für Barrierefreiheit verschwenden sie keinen Gedanken.

Eine solche Pressemeldung fußt ja immer auf einer Magistratsvorlage. So zog ich diese aus Parlis heran, die M 81/2015. Sie nennt sich völlig irreführend „Weiterentwicklung der Platzfolge Rathenauplatz/Goetheplatz/Roßmarkt“. Die Bürgerinnen und Bürger waren entsetzt über die toten Plätze, protestierten und machten viele konstruktive Vorschläge. Alles wurde abgetan. Doch jetzt knapp vor der nächsten Kommunalwahl, die am 6.3.2016 stattfindet, wird ein bißchen Grün zugesagt. Vielleicht stehen Anfang März dort paar Blumenkübel.

Um es vorweg zu nehmen: Von Bürgerbeteiligung ist in der M 81 keine Rede. Die angegebenen Kosten sind horrend. Für viel weniger Geld hätten wir schon seit Jahren große Blumenkästen und Pflanzkübel dort aufstellen können.

Das schafft kein verloren gegangenes Vertrauen in die Stadtpolitik zurück. Ein jahrelang mißachteter Bürgerwille faßt zu den Altparteien von CDU, SPD, FDP und Grüne unmöglich Vertrauen.

Was mich bei der beabsichtigten Begrünung beschäftigt, die frühestens mit dem nächsten Haushalt von 2017 kommen wird, daß nichts auf das Zukunftsmodell einer „Eßbaren Stadt“ hindeutet. Stangenbohnen, Zucchini, Obstbäume, Rosmarin, Lavendel und Ringelblumen wären eine wichtige Option. Noch trauere ich dem Arzneipflanzen-Garten vor der Apotheke am Eschenheimer Turm sehr nach. Den hat die Stadt zerstört und mit Einheitsbüschen lächerlich bepflanzt.

Gisela Becker

FR 28.5.2015 „Mehr Blüten und weniger Staub“

FNP 3.6.2015 „Frankfurt: Mehr Grün für den Goetheplatz“

frankfurt.de Platzfolge

 

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