Aufschrei um alte Buche im Solmspark

Foto Ingolf Grabow

Foto Ingolf Grabow

Das Foto: Der dicke, astlose Baum im Solmspark. Heute in der FR unter der Überschrift „Eine alte Buche und viel Herzblut“. Fotografiert vom Vogelspezialisten, Beauftragten der Vogelschutzwarte und Mitglied im Naturschutzbeirat der Stadt Frankfurt Ingolf Grabow. Heute finde ich den Artikel nicht im Internet.

Mitten in der Vogelschutzzeit werden in Frankfurt Bäume gefällt. Manchmal für die Verkehrssicherheit. Verständlich. Manchmal selbst im hintersten Winkel eines waldähnlichen Bestandes in den Parkanlagen. Unakzeptabel.

Und statt Baumstämme, die abseits von Wegen stehen, als wichtige Totholz- oder Habitatbäume stehen zu lassen, werden sie dem Erdboden gleichgemacht. Der Schredder kommt und macht selbst im abgeschiedensten Winkel von Parkanlagen das alte Wurzelwerk als Quartiere für Käfer, Pilze und Insekten kaputt. Die Natur muß „sauber“, „ordentlich“ sein. Ökologie ist ein Fremdwort in dieser Branche. Vogelschutz rangiert ganz weit unten. „Die Vögel finden schon neue Quartiere“, ist selbst von Nabu-Mitgliedern zu hören. Der Nabu bescheinigt sich selbst eigentlich Vogelschutz.

Im Solmspark wäre laut Pressemeldung eine Dohlen-Kolonie gewesen. Die grobe Baumfällung muß in der grünen Jahreszeit vor kurzem passiert sein. Nach dem Datum werde ich fragen. Antwort: Es war Donnerstag, der 11.6.2015.

Denn, wie bereits gesagt, sind die städtischen Meldungen zu Baumfällungen höchst unvollständig.

Für den Solmspark finde ich nach Recherche mit dem Suchwort „Solmspark“ auf frankfurt.de nur die Meldung zu Baumfällungen vom Januar 2015, hier nachzulesen. Es handelte sich auch um eine Buche, ohne Angabe der Kataster-Nr.

Der dickste Baum am Kiosk ist laut online-Baumkataster

Gattung / Art: Fagus sylvatica var. purpurea, Sämling der Blutbuche
Baumnummer: 297
Standort: A Solmspark
Pflanzjahr: 1834

Handelt es sich um diesen Baum? Dann wäre er 181 Jahre alt.

Vor kurzem bin ich durch den Solmspark geradelt. Da war die Firma Krämer mitten im tiefen Gras an einem anderen Baum dran. Ich berichtete hier im blog darüber.

Fürsorglich ist das Grünflächenamt, das den Firmen auch im Sommer dicke Aufträge verschafft, statt im Winter unter Wahrung der wichtigen Höhlenbäume, doch außerhalb der Vogelschutzzeit Schnittmaßnahmen vornehmen zu lassen.

Gisela Becker

Foto mit freundlicher Genehmigung von Ingolf Grabow. Dankeschön!

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