Stadtwandeln

Stadtwandeln – davon lese ich gerade auf www.frankfurt.de. Was ist denn das? Und siehe da, es geht um Klimaschutz. Bis zum Jahr 20xx sollen mit einem Masterplan 100% Klimaziele erreicht werden. Am Samstag, 11.7. geht es ab 11 Uhr durch Bockenheim. Start ist beim Forschungszentrum Biodiversität und Klima. So entnehme ich dem Programm. Es geht dann zu einer Pflanzenklappe, zu einem Büchertauschschrank, einer Upcyclingwerkstatt (was ist das?) sowie zum Energiepunkt des Energiereferats, einer kostenlosen Beratungsstelle. 

Das sind also alles Projekte, die zum Klimaschutz beitragen sollen?

Kein Baumprojekt wird genannt. Schattenspendende Bäume werden benötigt, um es in der Hitze auszuhalten! Großkronige Bäume fehlen in vielen Straßen, auch in Bockenheim!

Kein Wasserprojekt wird genannt, um sich bei der jetzigen Affenhitze in Frankfurt-Bockenheim abkühlen zu können. In anderen Städten gibt es öffentliche Wasserspender!

Keine Plakatwand wird vorgeschlagen, damit Bürgerbeteiligung im öffentlichen Raum sichtbar wird.

Ich lese von der Auftaktveranstaltung 2014 im Palmengarten-Gesellschaftshaus. Ist mir nicht bekannt geworden.

Warum sind nur die Stadtteile Bockenheim sowie Nordend und Bornheim im Fokus des Masterplans für Frankfurt? Im Westend können wir die Rettung von 165 gesunden Bäumen bieten, die der Frankfurter Magistrat fällen wollte.

Ohne Bürgerbeteiligung läuft in Frankfurt mit CDU und Grünen als Regierung das Klima in die falsche Richtung. Der Autoverkehr wird weiter gefördert. Die Ozonwerte steigen. Der Feinstaub grassiert in unseren Lungen. Im gesamten Stadtgebiet fehlen Trinkwasserbrunnen. Das Stadtgebiet wird immer mehr zubetoniert. Selbst der Grüngürtel wird Stück für Stück zubetoniert, siehe DFB-Akademie auf der Pferderennbahn. Rückbauten von Straßen und betonierten Flächen zu grünen Oasen wäre eine wichtige Option. Regenwasserversickerung ist schon lange kein Thema mehr. Das Thema verstaubt und vertrocknet in den Klima-Archiven. Der Flughafen erweitert sich unendlich als Handelszentrum. Waldvernichtung, Bannwaldvernichtung bei der Schwarz-Grünen Landesregierung selbstverständlich.

Das Forschungszentrum für Biodiversität und Klima hätte sich längst mal melden können, wenn es um die Ökologie des Grüneburgparks geht. Denn da fehlen ökologische Gutachten.

Das Forschungszentrum könnte sich mit Argumenten um die Erhaltung der Rosen kümmern, die viel besser dem Klima standhalten als die Rhododendren. Rosen brauchen keine Bewässerung, blühen von Mai bis November und sind beliebt. Rhododendren blühen knapp einen Monat, brauchen viel Bewässerung und müssen mit saurem Boden versorgt werden. Welche Pflanze ist also besser klimageeignet?

Gisela Becker

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