MONTREAL: Grüngestaltung und Performance rund um den Square Victoria

Der Metro-Eingang à la Paris am Victoria-Square fällt auf, purer Jugendstil. Ein Geschenk aus Paris.

Einfach schön. Sind doch alle anderen Metro-Stationen in Montreal im Strassenbild kaum sichtbar, spartanisch, verstecken sich, sind schwer zu finden, sind unschön. Um den Jugendstil-Eingang ist ein Platz. Ohne Autos. Ein Platz mit Sitzgelegenheiten und viel Grün.

Musik Square Victoria Montreal Jazz VictoriaSquare

Es ist ein Platz mit einer Bühne, auf der zur Mittagszeit eine Zwei-Personen-Band spielt und singt. Eine Kindergruppe, die auf dem Platz eingetrudelt ist, bewegt sich spielerisch, tänzerisch nach den Klängen. Das Tanzvergnügen findet rund um Wasserspiele statt. Einfach so.

Die erwachsenen BesucherInnen des frischgrünen Platzes hängen in der Mittagspause ab. Sind wohl meist aus den nahen Bürotürmen oder schlendern durch, um zum nahen, angesagten, touristischen Quartier “

Montreal Yoga Square Victoria

Vieux-Montreal“ zu kommen. Wie wir. Einige verspeisen einen Snack, gekauft in Imbisswagen, die in der Nähe parken. Ein mobiles EssensAngebot.

Was mich staunen läßt, sind viele Menschen auf einer nahgelegenen frischgrünen Wiese, die dort auf Matten liegen. Yoga-Übungen sind angesagt. Von 50 Menschen oder mehr. Eine Person leitet die Übungen an. Sind es Bänker, die das Bewegungsangebot im Freien zur Mittagszeit annehmen? Es sieht so aus.

Südlich davon ist ein kleiner, schattiger Wald mit jungen Ahornbäumen mit Rindenmulch darunter angelegt. Mitten zwischen den Bankentürmen.  Bänke hat es überall. Es wird zum Ausruhen eingeladen. Es ist ein Anklang von Natur. Wohlgehegt und wohlgepflegt.

In einer nördlich davon gelegenen Grünanlage mit nettem KaffeeHaus spielen fünf Blasmusiker Jazzklänge. Sie wandern dabei durch die Parkanlage und amüsieren die Leute. Die Musik erheitert, läßt die Sorgen zurück.

Montreal ist eine MusikStadt, eine JazzStadt. Die musikalischen Performances scheinen zum sommerlichen KulturProgramm der Stadt zu gehören. Nicht nur für Touristen.

Menschen brauchen Anregungen für alle Sinne, gerade, wenn sie im BetonDschungel der Metropole unterwegs sind. Es sind kleine GegenEntwürfe gegen die Gigantomanie der BetonTürme und GlasFassaden, die das Leben zu ersticken drohen.

Einfach mal entspannen ist leicht gesagt. Die Umgebung dazu muss geschaffen werden. Vögel und Insekten finden die städtischen Blumen und Bäume auch heimelig.

Gisela Becker

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