Stadtbaum – Weisser Maulbeerbaum (Morus alba)

Über OpenData lassen sich die Bäume auflisten, die im Frankfurter Baumkataster enthalten sind. Dieses Mal interessierte mich, ob der Weisse Maulbeerbaum (Morus alba) in Frankfurt wächst und wenn ja, wo. Zweierlei hatte mich zu dieser Frage angeregt: Erstens ist er im heißen Athen ein häufiger, gut wachsender Straßenbaum, der jetzt im September noch üppiges Laub trägt. Und zweitens ist er in der GALK-Baumliste als Straßenbaum nicht enthalten.

Auffallend an dem Weissen Maulbeerbaum in Athen waren zwei Blatttypen, ein Typ ähnlich einem Lindenblatt, das andere auffällig dreilappig. Diese dreilappige Blattform hatte ich in Frankfurt noch nicht bemerkt.

Ich wurde im Baumkataster über OpenData fündig. 82 Morus alba wurden für Frankfurt aufgelistet. Einer sollte sogar ganz in der Nähe im Rothschildpark stehen (Baum-Nr. 254). Den fand ich, weil die Nr. dran stand. Ich hätte ihn als Linde eingruppiert. Der Baum, der direkt am Reuterweg und da am Radweg steht, hat einen dicken Stamm und eine sehr hohe Krone. Mit sieben Metern Höhe ist er angegeben, er ist höher. Doch die Dreilappigkeit der Blätter konnte ich nicht entdecken, nur die ovale Form. Auch sind die Blätter viel kleiner als bei den Athener Bäumen. Ein zweiter Baum in der Nähe ist im Holzhausenpark angegeben (Nr. 326). Den suche ich noch.

Ein dritter Grund ist, ob der Morus alba im Grüneburgpark gesetzt wird. Denn es bietet sich an, das Arboretum weiterzuführen. Er fehlt in der aktuellen Pflanzliste vom März 2015 bei den 73 Neupflanzungen im jetzigen Bauabschnitt, warum auch immer. Wir hatten auch die Elsbeere, die Mispel und die Quitte vorgeschlagen, um die Baumarten zu erweitern. Unsere zwei Speierlinge waren ja ein sehr gutes Beispiel für eine Ergänzung des Arboretums Grüneburgpark.

Ob der Morus alba in Frankfurt Früchte trägt? Keine Ahnung. In Athen sah ich jetzt auch keine Früchte.

Die schwarzen Maulbeerbäume (Morus nigra), einer zum Beispiel am Eschenheimer Tor, tragen munter Jahr für Jahr, ebenso der am Höchster Schloß. Die Liste der Standorte der Schwarzen Maulbeere habe ich jetzt nicht abgerufen. Alle Baumarten lassen sich mit OpenData auflisten. Es wäre zum Beispiel festzustellen, ob der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) nicht nur im Grüneburgpark falsch – nämlich vor 1941, dem Entdeckungsjahr – datiert ist.

Das Baumkataster enthält immer noch nicht die Bäume der Friedhöfe, des Palmengartens, des Zoos, des Botanischen Gartens sowie aller Schulen und sozialen Einrichtungen. Deshalb ist die Liste der Morus alba für Frankfurt nur beschränkt aussagekräftig, die ich hiermit veröffentliche:

PDF.Datei  Morus alba 2015

Open Data hier

Gisela Becker

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