Gedenktafel an Grossmarkthalle

Gedenktafel an GroßmarkthalleWo befindet sich die Tafel jetzt?

Im Februar 2009 machten wir mit der FAG-Fraktion und Gästen eine sehr eingehende Führung durch die Großmarkthalle und durch die gesamten Kellerräume.  Die Führung machten zwei Architekten, die mit dem Bau der EZB am dortigen Standort, dem Denkmalschutz und der zukünftigen Gedenkstätte der Deportationen befaßt waren. Die Gedenktafel hing an der Außenwand, ziemlich versteckt und wie gewöhnlich sehr schlecht lesbar. Bei der Führung am 15.12.2015 wurde uns die Gedenkplatte nicht gezeigt. Deshalb die Frage: Wo ist die Tafel? Auf ihr stehen die harten Fakten, wann und wohin die 10000 Menschen deportiert wurden.

Es ist für mich nach wie vor unfaßbar, was mit der Frankfurter Bevölkerung und in Deutschland während der Jahre des Nationalsozialismus passierte. Die Gefahr ist Jahrzehnte später nicht vorbei. Deshalb braucht es die Aufarbeitung und das aktive Gedenken. Die jetzige Gedenkstätte erfüllt die Funktion wahrscheinlich nicht.

Beim Besuch von uns Naturfreunden der Gedenkstätte erhielt ich ein kleines Taschenbuch, das unter verschiedenen Aspekten auf die Zeit des Nationalsozialismus und den Antisemitismus eingeht:

Der Judenpogrom 1938, erschienen im Fischer-Verlag 1988. Es enthält Beiträge mehrerer Autoren zu historischen Abläufen und Einschätzungen. Interessant für mich war das historisch rekonstruierbare „Zusammenspiel“ jüdischer Organisationen mit den faschistischen Organisationen des NS-Staates. Hannah Arendt hatte darauf deutlich hingewiesen.

Gisela Becker

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