OPERNTURM verschattet das nördliche Westend

Opernturm SchlagschattenWie schön war gestern die helle, warme Sonne, die in Frankfurt ausgiebig strahlte. Nach all den grauen, wolkenverhangenen Tagen im neuen Jahr war es ein Tag zum Durchatmen und um die Stimmung aufzuhellen. Hin und wieder kamen Wölkchen. Doch auf einmal, es war kurz nach 14 Uhr, wurde es richtig dunkel und recht kalt in meiner Wohnung in der Emil-Claar-Str. 6 im dritten Stock. Die Sonne war hinter dem Hochhaus an der Alten Oper verschwunden, dem Opernturm, der 170 m in den Himmel ragt. Die Verschattung dauerte etwa 30 Minuten. Heute ist sonnenscheinfrei und grau, da existiert die Verschattung nicht.Der Opernturm ist klimatisch ein großes Problem. Der Rothschildpark und die Kita 111 sind von der Verschattung im Januar, wenn die Sonne recht tief steht, auch stark betroffen. Es ist öffentlicher und sozialer Raum. Auch viele Wohnungen haben weniger Helligkeit und weniger Wärme. Das bedeutet auch, daß mehr Depressionen auftreten können, wenn der Schatten des Hochhauses über das Wohnviertel fällt, statt dass die Sonne allen scheint.

Als die Planung diskutiert wurde und der Opernturm höher und höher geplant wurde, wurden auch die klimatischen Folgen beurteilt. Alles war vernachlässigenswert. Alle Gegenargumente wurden wie üblich in Frankfurt vom Tisch gewischt. Mich überkommt die heilige Wut wegen dieser nachhaltigen Umweltsünden.

Gisela Becker

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