Nachtkerze – auffallend gelber Tupfer im Blumenkasten

nachtkerze-oenotheraStrahlend gelbe Blüten an einem stabilen Stengel leuchten mich vom Fenster im dritten Stock im Frankfurter Westend an. Die Blütenpracht ist wie ein Wunder. Seit Juli blüht die Nachtkerze (Oenothera). Erst war es ein hoher Stengel, an dem sich die große Blütenzier rundum entwickelte. Es bildeten sich dann viele Früchte mit tausenden von Samen. Kaum war der Stengel im August oben gekappt, kamen viele neue Blütensprossen seitlich heraus. Diese sind jetzt im September in voller Blüte. Tag und Nacht. Es sind sehr große Blüten. Sie locken Hummeln an. Nach Schmetterlingen – vor allem Nachtfaltern – als Blütenfans halte ich noch vergeblich Ausschau.

Die Pflanze war zufällig im Blumenkasten im letzten Jahr gewachsen. Wie der Same in den Kasten kam, bleibt ein Geheimnis. Zunächst wurde die große, dekorative Rosette gebildet, die mit vollen Blättern überwinterte. Im Frühling wuchs der Blütenstengel.

Die Pflanze ist genügsam. Sie braucht ein wenig Erde, Wasser. Trockenheit kann sie eine Weile durchhalten. Krankheiten und Blattläuse bleiben ihr fern. Die monatelange Blühzeit ist ’ne Wucht.

Die erste Samenernte ist in der Tüte zum Verstreuen an kahlen Orten in der Stadt. Davon gibt es einige. Neophyten, wie die Nachtkerze eine ist, erobern Brachen in der Stadt. Sie sind Nahrungsziel für Falter, Bienen und Hummeln.

Viele Nachtkerzengewächse gelten als wirksame Heilpflanzen. Schon die Blüten wirken auf mich beruhigend, erheiternd, strahlend, um optimistisch in den Tag zu schauen.

Gisela Becker

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s