Stattliche Kiefer in Crans-Montana (Schweiz)

crans-montana-ch-kiefer

Alte Kiefer in Crans-Montana, Schweiz Foto Gisela Becker

Mein Baum des Tages ist eine malerische, dicke, hohe Kiefer (Pinus) vor einem gastlichen Haus in 1500 Meter Höhe in den Schweizer Bergen in Montana.
Sie hat ab einem Meter Höhe drei kräftige Stämme ausgebildet und sich in rund acht Meter Höhe noch mal in sieben dicke Hauptäste verzweigt. Sie trägt in gesamter Höhe von über zwanzig Metern ein dichtes Nadelkleid.

In der Umgebung der Kiefer stehen im kleinen Park prächtige große Fichten, Lärchen und etliche Laubbäume.

Jetzt im Dezember ist die Kiefer Blickfang vor der leicht schneebedeckten Bergkulisse. In der Tiefe des Tals zieht die Rhone ihren Lauf zum Genfer See. Im Tal liegt Sierre oder Siders mit der Bahnstation. Eine technische Meisterleistung ist die Standseilbahn von Sierre hoch nach Montana gare, die auf rund vier Kilometern rund tausend Meter Höhe überwindet, ein tolles Erlebnis.

Crans-Montana ist eigentlich ein typischer Schweizer Wintersportort. Doch was im Dezember 2016 machen ohne Schnee? Die Kunstschneebahn Les Violettes wird ständig neu geschaffen. Die Kunsteisbahn in Montana ist eine kleine Winterbeschäftigung. Sie schließt bei Sonnenuntergang.

Zu Spaziergängen laden Wege um zwei Teiche sowie im Restwald der Umgebung ein. Fichten sind auf dieser Höhe typisch. Viele Baumstümpfe klammern sich mit von Erde frei gespülten Wurzeln noch an die Hänge. Wie lange noch?  Die kostbare Erde driftet gen Tal. Die Erosion ist sichtbar. Im Unterwuchs wächst Ginster. Die Schichtung des Schiefers liegt mancherorts frei.

Zugebaute Berglandschaft

Ein kostenloser Shuttlebus kreist auf der Höhe von Crans-Montana in völlig zugebauter Berglandschaft. Ob dadurch wirklich weniger Autos durch die verstädterte Berglandschaft rollen? Die Bauten sind teils einigermaßen in die Landschaft eingepaßt, doch es gibt eine Menge plumper Ausreißer, wo jegliche Landschafts- und Stadtplanung fehlt. Es wird weiter gebaut, jeder Flecken wird mit großen Umwandlungen der Berghänge zugebaut. An etlichen großen Immobilien steht „A vendre – A louer“, zu verkaufen, zu vermieten.

Die vielen Hotels und Appartements wirken mit ihren geschlossenen Rollos jetzt in der Weihnachtszeit wenig bewohnt. Wie wird hier ein Sommerurlaub oder ein Urlaub zu allen Jahreszeiten gestaltet, wenn die Gegend wie jetzt schneefrei ist? Mir fehlt die Phantasie dazu.

Gisela Becker

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s