Aronstab (Arum) – Zwei Frauen sammeln im April säckeweise

Lausanne. Auf der frischGrünen Frühlingswiese sitzen zwei Frauen in der Sonne. Sie haben großblättrige Pflanzen in Plastiksäcken gesammelt. Sie sichten die Pflanzen und werfen die markanten Knospen und Blüten des Aronstab auf einen Extra Haufen.

Wir gehen auf sie zu und fragen auf französisch: „Wofür sammeln Sie den Aronstab?“ Antwort: „Wir kochen die Blätter mit Essig sehr lange und essen die Pflanzen dann. Es schmeckt sehr gut.“ Da wir davon noch nichts gehört hatten, sondern in der Regel von der Giftigkeit der gesamten Pflanze gelesen hatten, nehmen wir die Information ungläubig auf.

Ich zeige den zwei Frauen meine essbaren,  gesammelten Bärlauch-Blätter, die jetzt im warmen Frühling in Unmengen in dem ufernahen kleinen Wald am Genfer See wachsen, woraus auch der gepflückte Aronstab stammte. Bärlauch kennen sie auch, sprechen von ail = Knoblauch. Sie fragen, woher wir seien. Aus Deutschland. Aus welcher Stadt? Frankfurt.

Neugierig frage ich sie nach ihrer Herkunft. „Lausanne“ ist ihre Antwort. Da beide Kopftücher tragen, frage ich nach ihrer Kultur. Sie antworten freundlich lachend: „Ich bin aus Syrien, die Freundin aus der Türkei.“

Mir ist zu Aronstab noch bekannt, daß er in Deutschland unter Naturschutz stehe. Aber in der Schweiz?

Im Internet finden sich wirklich Hinweise, daß die Blätter von Aronstab mit Essig gekocht als Gemüse eßbar seien. Ist es verlorenes Wissen? Zum Schutz der besonderen Pflanzen ist das sicher ganz gut.

Gisela Becker

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