Bäume per Rad entdecken

Gleich starte ich zur ADFC-Tour in Frankfurt, um mit Günter Tatara und Henning Kaufmann eine Baum-Tour zu machen. Start ist um 10 Uhr am Römer. Es sollen 50 km gefahren werden. Ich bin gespannt, welche Orte die beiden ausgewählt haben.

Die Route folgte dem ausgewiesenen Grüngürtel-Rundweg, zunächst am nördlichen, dann am südlichen Mainufer entlang bis Goldstein, von dort Richtung Waldfriedhof. Kurze Zwischenstopps gab es bei der Platanenallee am Main, bei der „Dicken Eiche“ im Schwanheimer Wald, beim „Struwwelpeter-Baum“, bei der überdachten Baumwurzel einer alten Eiche. Dann ging die Tour um den Industriepark Höchst herum zum Meisterpark in Sindlingen. Den kannte ich noch nicht. Die gesamte Anlage mit Villa, Kastanienallee, sehr alten Solitärbäumen wie der Hängebuche sowie Wiesen, Blumen und Büschen ist ein Kleinod.

Nach der Mittagsrast auf dem Schloßplatz in Höchst wurde durch den Stadtpark Höchst gefahren, der gerade durch Sanierung malträtiert wird. Meine geliebte dichte Vogelhecke existierte nicht mehr, so stark war sie ausgedünnt. Ab hier hätte ich eigentlich abbrechen sollen, weil ich merkte, daß es bei der Tour insgesamt zu wenig um Bäume in Frankfurt ging.

Es war eine typische ADFC-Fahrradtour, in Eile vorbei an so viel in Muße sehenswerten Bäumen und Baumgruppen. Das Thema war verfehlt. Ich bin da anspruchsvoller.

Die Tour ging mit mir unentwegt weiter auf der Safari-Route aufwärts, durch das problematische Arboretum, das wirklich nicht auf Frankfurter Gebiet liegt, durch Eschborn hindurch, weiter nordwärts. Es hieß, daß es nach dem Berg Richtung Nidda ginge. Ich bog ab zur S-Bahn und machte erst mal Pause.

Die 50 km sind für eine Thementour zu Frankfurter Bäumen eindeutig zu viel. Es wurden so gut wie gar keine Bäume „bestaunt“ (so der ausgeschriebene Text). Sich dann noch weit außerhalb des Stadtgebietes zu bewegen, paßte schon gar nicht, wenn von Frankfurter Bäumen oder sogar der Stadt der Bäume im Text die Rede ist.

Es sollte dann noch am Tourenende durch Frankfurter Parkanlagen gerast werden, um beim „Jahnvolk“ einzukehren.

Gisela Becker

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