Fahrrad oben und unten an der Konstablerwache

Doppelstockanlage heute im Test – Klaus Oesterling, seines Zeichens Verkehrsdezernent, beobachtete zunächst im Hintergrund – Interesse an der schwierigen Technik – Lockere Schrauben

Irgendwann zwischen verschiedenen Terminen in der Stadt fiel mir heute ein, daß an der Konstablerwache Fahrräder seit Montag doppelstöckig parken können. Ich berichtete hier im blog.Ich war so neugierig, mich heute vor Ort zu informieren, wie die Anlage aussieht und wie das Produkt für mich als Laiin funktioniert. Ohne mein Fahrrad, denn das stand bereits vor Karstadt auf der Zeil an einem Radbügel angeschlossen.

Es war klasse, daß Erich (Name ersetzt) mit seinem E-Riese&Müller-Rad experimentierte und Vor- und Nachteile der Anlage im Gespräch mit mir und anderen lange prüfte. Machte Spaß. Er amüsierte sich über lockere Schrauben, die sofort dazu beitragen könnten, die Anlage oder einen Teil davon zu zerlegen. Material ist gefragt. Vandalismus auf der Tagesordnung.

Wenn er sein schweres 25 kg-Fahrrad nach oben hiefte, durfte direkt unten drunter kein Rad mit Korb oder sogar Kindersitz stehen, denn dann hätte er sein Rad nicht mehr runterbekommen. Eine logistische Lücke. Besser das Rad irgendwie unten abstellen, dann passierte das nicht.

Eine 70jährige Frau aus Maintal war neugierig auf die Innovation, traute sich aber erst nach ausgiebigem Gespräch, ihr Rad mit Packtaschen ebenerdig abzustellen. Ihr lag noch in den Knochen, daß ihr mal ein Rad auf der Zeil vom Radständer geklaut worden war.

Ich versuchte es erst mal mit oben, falls ich mein Rad dort abstellen wollte.  „Die Schiene ganz rausziehen bis zum Ende“, wurde mir zugerufen. Ja, solche Tipps braucht frau und man vor Ort. Ich fand die Situation sehr hilfreich und witzig.

Irgendwann entdeckte ich beim Rundumblick im Hintergrund ein bekanntes Gesicht: Klaus Oesterling, jetzt Verkehrsdezernent, mein ehemaliger langjähriger Kollege in der Stadtverordnetenversammlung, immerhin neun Jahre lang von 2002 – 2011. Da kennt „man“ sich. Daß er sich für den Radverkehr einsetzt, hängt natürlich stark mit dem ADFC zusammen. Von sich aus zögert er. Auch heute nähert er sich nur, als ich mit ihm kommunikativ  umgehe. Nicht umgekehrt.

Er versicherte Erich schließlich, daß er sich um die lockeren Schrauben kümmern werde.

Heute waren die beiden Fahrrad-Abstellanlagen an der Konstablerwache relativ leer. Das wunderte mich, ob der enormen Werbetrommel. Doch in Frankfurt herrscht Skepsis, wenn es um nicht perfekte Neuerungen bei der Förderung des Radverkehrs geht. Zu Recht.

Gisela Becker

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s