25 Bäume werden in der Stadt gefällt, nur 7 Nachpflanzungen vorgesehen

Frankfurt. Bei der aktuellen Baumfäll-Nachricht der Stadt wird mal wieder deutlich, daß immer mehr Bäume aus dem öffentlichen Raum verschwinden. Laut Meldung beträgt der weitere Verlust auf jetzigen Standorten auf Dauer 18 Bäume!

Dazu kommt, daß keine Höhlen-/Habitatbäume erhalten bleiben, auch wenn sich beispielsweise die Linde Nr. 27 in der Straße Am Lindenbaum, Am Wasserturm, sehr eignen würde. Es braucht mehr Baumhöhlen in der Stadt. Ich berichtete zu dieser Linde hier im blog.

Die wenigen, sieben Nachpflanzungen müssen in der Regel 20 – 30 Jahre wachsen, um annähernd das Kronenvolumen der Vorgänger zu haben, um deren Funktion der Sauerstoffproduktion und der Luftreinhaltung zu erreichen. Nirgendwo wird innerhalb der Stadt ein Ausgleich für den Verlust der Bäume geschaffen. „Stadt der Bäume“ ist ein Etikettenschwindel. gb

Hier die Nachricht im Wortlaut:
„12.09.2017

Grünflächenamt informiert über Baumfällarbeiten

(kus) Das Grünflächenamt muss in den kommenden Wochen in den Ortsbezirken 4, 7 und 9 einige Bäume aus Gründen der Verkehrssicherung fällen. Falls möglich werden alle gefällten Bäume in der kommenden Pflanzperiode ersetzt.

Im Ortsbezirk 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) müssen gleich etliche Bäume gefällt werden. So muss in der Schinkelstraße eine abgestorbene Pappel (Baum-Nr. 14) entfernt werden. Auch in diesem Fall wird wegen fehlender Entwicklungsmöglichkeiten von einer Nachpflanzung abgesehen.

Auf dem Mittelstreifen der Guerickestraße müssen ein Kirschbaum und eine Buche (Baum-Nr. 39 sowie Nr. 44) weichen, da diese von Pilzen befallen sind und Verwurzelungsschäden aufweisen. Der zu dichte Gehölzbestand verhindert eine Nachpflanzung. Ebenfalls in der Guerickestraße werden die Mitarbeiter des Grünflächenamts einen Ahorn sowie zwei Linden (Baum-Nr. 58, 67, 72) fällen, da diese von Zwiesel, Wildling und Fäulnis betroffen sind. Der zu dichte Gehölzbestand verhindert in allen fünf Fällen eine Nachpflanzung.

In der Heerstraße in Höhe des Elektrizitätswerks an der S-Bahn-Brücke leiden fünf Ahornbäume (Baum Nr. 69, 70, 79, 113 und 280) unter Ast- und Kronenbruch. Da die Bäume an ihrem Standort Gefahr laufen, Privateigentum zu beschädigen, verzichtet das Grünflächenamt auf eine Nachpflanzung. Ebenfalls in der Heerstraße, in Höhe der Einfahrt zum VGF-Betriebsgelände, müssen zwei weitere Ahornbäume (Baum Nr. 146, 178) gefällt werden, da diese aufgrund starker Schräglage den Straßenverkehr beeinträchtigen. Auf eine Nachpflanzung wird aufgrund des dichten Gehölzes verzichtet.

Im Ortsbezirk 9 (Dornbusch, Erschersheim, Ginnheim) sind ebenfalls einige Bäume so stark beschädigt, dass sie ersatzlos entfernt werden müssen. An der Reifenberger Straße wurde ein Ahorn (Baum-Nr. 1) infolge eines Unfalls so stark beschädigt, dass er gefällt werden muss. In der Kollwitzstraße gefährdet eine abgestorbene Birke (Baum-Nr. 14) den Verkehr. Am Wasserturm in der Straße Am Lindenbaum muss eine abgestorbene Linde (Baum-Nr. 27) gefällt werden. Ebenfalls am Lindenbaum muss eine Linde (Baum-Nr. 26) entfernt werden, die vom Brandkrustenpilz befallen ist. Der Baum wird im Frühjahr des nächsten Jahres ersetzt.

An der Anne-Frank-Straße/Zehmorgenstraße müssen mehrere Ahorne und Hainbuchen (Baum-Nr. 33 bis 54 sowie 187) gefällt werden. Die Gewächse sind von Pilzen, Zwiesel, Wildling und Fäulnis befallen und können an diesem Standort nicht ersetzt werden.

Gleich mehrere Eichen (Baum-Nr. 199 B, 202 A, 320 A, 256 F) sowie ein Ahorn (Baum-Nr. 74) sind in der Elisabeth-Schwarzhaupt-Anlage von Ast- und Kronenbruch sowie starker Verpilzung betroffen. Auch an diesem Standort wird aufgrund des dichten Gehölzbestands von einer Nachpflanzung abgesehen.“

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