Monumentale Bäume im Kurpark Bad Nauheim von Holzzäunen umgeben

Bad Nauheim. Beim Spaziergang durch den Kurpark, der vom Gartenkünstler Heinrich Siesmayer als sein schönster englischer Landschaftspark bezeichnet wurde, schaute ich mir gern die alten Bäume, Baumgruppen, blühenden Wiesen und das Wegesystem an. Alle Gewässer, Bauten und Landschaftsgestaltung sowieso. Mir fiel auf, daß dicke, alte Bäume, auch einige tote Habitatbäume, von Naturzäunen umgeben sind. So können sie länger erhalten werden.

Von einer Ruhebank aus sah ich beim Rundumblick allein acht hölzerne Umzäunungen. Der Erhalt der wertvollen Bäume aus der Zeit Siesmayers hat dort einen hohen Stellenwert.

An jeder Umzäunung steht ein Schild mit der Information zum Baum und den Schutzgründen in gefälligem Grün. Es handelt sich zum Beispiel um die phantastische Blutbuche von etwa 1838 (Foto), die vom Brandkrustenpilz und Riesenporling befallen ist. Auch eine Rotbuche von etwa 1838 ist durch Zaun geschützt. Manchmal sind es herabhängende Äste, die von Zaun umgeben sind. Auch etliche tote Baumstämme ragen in den Himmel und sind Quartier für Fledermäuse und Vögel. Jeder Baum ist ein Denkmal. Es sind Natur- und Landschaftsbilder, durch die im Kurpark gewandelt wird.

Gisela Becker

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