Verlust von mindestens acht weiteren StadtBäumen im Oktober

Frankfurt. Die Stadt kündigt weitere 19 Baumfällungen in der Stadt an. Nur 11 Bäume werden davon nachgepflanzt. Es sind vor allem die Standorte Ostpark und Dornbusch betroffen. Ein einziger Habitatbaum davon bleibt im Ostpark erhalten. Die Anzahl der Bäume, die auf dem Friedhof Fechenheim betroffen sind, bleibt wie gewohnt unbekannt, was sowohl die Fällungen als auch die Nachpflanzungen betrifft.

Bei meiner Radtour entlang dem Main fielen mir mindestens drei große, frisch gesägte Baumstümpfe auf, von denen ich keine städtische Meldung gelesen hatte. „Unter der Hand“ fallen dicke alte Bäume, die Lebensraum und Lebensfülle für viele Tierarten sind.

Die Baumbilanz der Stadtbäume für 2017 bewegt sich in der Abwärtsspirale. War da nicht mal ein Slogan „Frankfurt – Stadt der Bäume“? gb

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Die städtischen Meldungen im Wortlaut:

http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=8440&_ffmpar%5B_id_inhalt%5D=32963889

19.10.2017

Teilweiser Ausgleich für zu fällende Bäume im Osten

(kus) Im Osten der Stadt muss das Grünflächenamt Bäume fällen, die keine Überlebenschance haben und eine Gefahr darstellen. Nicht in allen Fällen ist Ersatz möglich.

Im Ostpark können die Experten in vier Fällen neue Bäume setzen. Bei vier weiteren Gehölzen ist das nicht machbar. Ein Stamm bleibt allerdings als Habitatbaum erhalten. Ersatzlos weichen müssen Feldulme 294, Robinie 296, Krimlinde 1198 und Esche 1311. In allen Fällen stehen die Bäume zu eng, weshalb potenzielle Nachfolger nicht gedeihen könnten.

Ersatz hingegen gibt es für Schwarzbirke 650, Spitzahorn 853 und 852 sowie Bastard-Schwarzpappel 1148. Mit den Nachpflanzungen ist im Herbst 2018 zu rechnen. Ebenfalls wird sich ein Nachfolger für Robinie 7 finden lassen, die vor der Reinganumstraße 14 steht.

Auf dem Friedhof Fechenheim muss eine nicht bezifferte Anzahl von Bäumen weichen. Es liegen keine Informationen vor, ob mit Ersatz zu rechnen ist.

http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=8440&_ffmpar%5B_id_inhalt%5D=32956893

18.10.2017

Grünflächenamt informiert über Baumfällarbeiten

(kus) Das Grünflächenamt muss in den kommenden Wochen einige Bäume aus Gründen der Verkehrssicherung fällen. Falls möglich, werden die gefällten Bäume in der kommenden Pflanzperiode ersetzt.

In der Hügelstraße, auf dem Mittelstreifen in Höhe der Peter-Böhler-Straße 36, müssen gleich drei Linden mit den Baum-Nummern 192, 193 und 198 weichen. Sie sind von Zweisel, Wildling und Pilzen befallen und können nicht mehr gerettet werden. Auf eine Nachpflanzung verzichten die Experten des Grünflächenamts wegen fehlender Entwicklungsmöglichkeiten.

Auf dem Spielplatz am Alten Friedhof in Ginnheim ist ein in Schräglage geratener Kirschbaum (Baum-Nr. 42) bereits so gut wie abgestorben. Auch hier muss wegen des zu dichten Gehölzes von einer Nachpflanzung Abstand genommen werden.

An der Ecke Chamissostraße/Theodor-Storm-Straße müssen ebenfalls auf dem Spielplatz Bäume weichen. Betroffen sind eine Birke sowie ein Ahorn. Die Gewächse mit den Nummern 34 und 56 leiden an Verwurzelungsschäden und Fäulnis. Eine Nachpflanzung ist wegen Platzmangels nicht vorgesehen.

Am Schwarzen Platz in Hohe des Hammarskjöldrings 148 werden die Mitarbeiter des Grünflächenamts in den nächsten Tagen eine Linde und einen Ahorn fällen. Die Bäume mit den Nummer 291 und 300 sind morsch und in Schräglage geraten. Eine Nachpflanzung ist für das Frühjahr 2018 geplant.

In der Straße Zur Untermühle in Harheim wird demnächst ebenfalls eine Linde gefällt. Der nicht nummerierte Baum muss einem Neubau weichen und kann daher an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Am Rad- und Gehweg entlang der Nidda in Richtung Harheim müssen die Mitarbeiter des Grünflächenamts eine Pappel und eine Weide fällen. Die beiden Bäume sind morsch und von Pilzen befallen. Sie können wegen des dichten Gehölzes nicht durch Nachpflanzungen ersetzt werden.

Auch für eine Platane (Baum-Nr. 1) in der Nieder-Erlenbacher Lochmühlstraße kommt jede Hilfe zu spät. Das Gewächs weist kapitale Verwurzelungsschäden auf, was die Standsicherheit des Baumes beeinträchtigt. Eine Nachpflanzung ist im Frühjahr 2018 angedacht.

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