Schwund von drei rund achtzigjährigen Laubbäumen in der Bockenheimer Anlage innerhalb eines Jahr

Wallanlagen

Frankfurt. Voriges Jahr wurde im Abschnitt Bockenheimer Anlage der Wallanlagen die Flatterulme Nr. 151 von 1940 gefällt. Sie war absterbend, hätte vielleicht als toter Habitatbaum ohne Krone stehen bleiben können.

Ich berichtete über den wunderschönen Baum im Bereich Nebbiensches Gartenhaus mehrfach, weil es mir um StadtUlmen, um Ulmen in der Stadt, besonders leid tut.

Diesen Winter wurde die Roßkastanie Nr. 129 von 1930 entfernt. Sie hatte seit vielen Jahren am Fuß einen Lackporling, der am Holz knabberte und den Stamm langsam aushöhlte. Und nun liegt die Sommerlinde Nr. 97 von 1930 zerstückelt am Boden. Auch sie hatte seit vielen Jahren am Fuß einen Baumpilz.

In der verbliebenen Baumwurzel ist die Aushöhlung zu sehen. Kastanie und Linde standen direkt an Wegen. Die Kronen beider Bäume waren vital und wichtige Sauerstoffspender im verpesteten innerstädtischen Anlagenring.

Erst für nächsten Winter werden Neupflanzungen zugesagt. Doch das sind wieder Bäume mit klitzekleinen Kronen, die erst mal Wurzeln bilden müssen und zur Luftreinhaltung erst mal so gut wie gar nichts beitragen. Rechtzeitig viele neue Baumpflanzungen in den Wallanlagen sucht frau vergebens. Die Baummisere im Bereich des Opernplatzes, der auch zu den Wallanlagen gehört, spottet jeder Beschreibung. Dort fehlen seit Jahren reichlich Bäume. Die Stadt kriegt es nicht hin. gb

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