Meerfelder Maar durch Braunalgen geschädigt

Bei einer Radtour entlang dem Kosmos-Radweg von Daun nach Meerfeld in der Eifel umrundete ich heute bei strahlendem Sonnenschein am Ziel das Meerfelder Maar, das als Naturschutzgebiet eigentlich ziemlich sauberes Wasser haben sollte. Doch heute ist es eine eklig stinkende braune Brühe.

Eine Frau, die im ufernahen, wunderbaren NaturPurHotel Maarblick die Mittagsgäste bediente, nannte Braunalgen als Verursacher. Sie seien wahrscheinlich durch Düngung der Wiesen und Felder eingetragen worden. Der Wasserschaden ist groß. Das Maar wird sich sobald nicht als Schwimmsee eignen. Wie es den Fischen im See geht? Wie wird das Wasser gereinigt? Eine angenehme Urlaubsgegend ist ein veralgter, brauner See jedenfalls nicht.

Gisela Becker

Nachtrag

Im Wochenspiegel Eifel finde ich am 20.4.2018 einen Artikel zu den Braunalgen im Meerfelder Maar. Eine Mitarbeiterin des Landesamtes für Umweltschutz in Mainz gab Auskunft. Es sei eine Massenentwicklung der Cyanobakterien-Gattung Planktothrix. Das Gewässer wurde zuletzt 2013 untersucht. Alle drei Jahre wird untersucht, dieses Jahr aus aktuellem Anlaß bereits Anfang Mai. Auf den Feldern in der Schutzstufe 1 darf gedüngt werden, in Schutzstufe 2 nicht.

Irgendwie war die Auskunft für mich nicht erhellend. gb

Nachtrag 28.5.2018

Noch immer gibt es keine aktuellen veröffentlichten Meßwerte von der zuständigen, oben genannten Aufsichtsbehörde. Geheimhaltung, nenne ich das. Doch laut örtlichen Pressemeldungen stinkt das Maar weiter und die Brühe ist braun. Der Bürgermeister verharmlost die Angelegenheit. Er nennt Blaualgen als Verursacher. Kann ich nicht beurteilen. Eigentlich müßte es einen deutlichen Hinweis im Netz geben, daß sich das Maar zum Schwimmen im  Mai / Juni und eventuell im ganzen Sommer 2018 keinesfalls eignet. Doch der fehlt. Wenn Touristen extra zum Schwimmen hinfahren, werden sie angeekelt weiterfahren. Ob sie sich beschweren wegen fehlender staatlicher Information? gb

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