Zwölf Robinien werden in Straßen des Westends gefällt

Weitere sechs Bäume werden abgesägt. 17 Bäume von den 18 sollen im Frühjahr 2019 nachgepflanzt werden

Frankfurt. Mit städtischer Meldung vom 10.9.2018 wird bekannt, daß folgende absterbende Robinien beseitigt werden. Auf der Körnerwiese sind es die Bäume Nr. 10, 22, 25, 39, 43.   In der Beethovenstraße sind es die Robinien Nr. 11, 12, 41. In der Bockenheimer Landstraße ist es Robinie Nr. 160. In der Dantestraße ist es Robinie Nr. 11. In der Eschersheimer Landstraße 25 und 81 sind es die Robinien Nr. 9 und 23.

In der Zeppelinallee ist bereits die 18 m hohe Stiel-Eiche Nr. 511 abgesägt worden. Die 14 m hohe rote Roßkastanie Nr. 15 in der Zeppelinallee folgt. Auf dem Spielplatz Körnerstraße wird der Apfelbaum Nr. 7 von 7 m Höhe entfernt, allerdings wegen Platzmangels  nicht nachgepflanzt. Die gefülltblühende Roßkastanie Nr. 56 in der Bockenheimer Landstraße wird abgesägt. In der Hansaallee wird der 5 m hohe Spitz-Ahorn Nr. 105 gefällt. Außerdem fällt die Weide Nr. 51/A in der Ludwig-Erhard-Anlage.

Das Defizit von einem Baum in dieser aktuellen Baumfäll-Meldung wird weder im Stadtteil Westend noch in der Stadtfläche ausgeglichen. Es sollte doch öffentliche Fläche geben für einen wunderbaren, wilden Apfelbaum, der im Frühling weiß blüht und viele Hummeln und vielleicht sogar Bienen anlockt.

Bemerkung. Junge Bäume können mit ihrer geringen Blattmasse und den kleinen Kronen nicht die Aufgaben großer belaubter Baumkronen für die Umwelt erfüllen. Das weiß jedes Kind. Doch entsprechend mehr Bäume werden in der aufgeheizten Frankfurter Innenstadt nicht gepflanzt. Dazu kommen die permanenten Grün-Reduzierungen in Hinterhöfen und Vorgärten in den dicht bebauten Stadtteilen.

Frankfurt ist ein Hotspot der Klimaveränderungen in der Rhein-Main-Region. Die Stadt steuert mit großflächiger Bebauung und der Vernichtung von Grün systematisch auf den Klimakollaps zu.

Gisela Becker

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