Variables Kunstprojekt beim Naturfreundehaus in Niederrad

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Frankfurt. Ein spielerisches Rondell mit Holz aus einem frisch zersägten AhornStamm verbirgt sich im Wald beim NFH am Poloplatz 15. Die Stämme stehen und liegen seit gestern in unterschiedlichen Formationen locker auf der sandigen Walderde.

Die Holzabschnitte können zum kreativen Spiel auffordern, eine andere Aufstellung zu probieren oder auch mit anderem Material zu ergänzen.

Das variable Kunstprojekt ist unter Mitarbeit von Reni (Organisation) und Pepe (Sägekunst) von mir ausgedacht und aufgestellt worden. Der Ahorn war kürzlich beim Sturm abgebrochen. Den Spuren im AhornHolz nach könnte es sich um einen Befall des Brandkrustenpilzes handeln. Die Haltbarkeit des Kunstprojektes ist endlich, endet spätestens mit dem weiteren Holzzerfall. Auch das ist eine Erfahrung, die in der Stadtgesellschaft erlebt sein will.

Manche denken bei Holz nur an Brennholz, zerhacken, stapeln, verbrennen im Kamin. Sie denken wenig an Gestaltung. Dabei gehört Altholz in die Biodiversitäts-Kette.

Die Stammabschnitte, die größere Verwundungen aufweisen, bilden nun in der Nähe des Rondells eine zeltförmige Formation. Efeu soll emporwachsen, Eidechsen können einen Besuch abstatten, Käfer und Kröten dürfen sich dort ansiedeln. Flechten und Moose sind willkommen.

Als Sitz- und Bewegungs- und Gestaltungs-Rondell könnte ich mir andere, dauerhaftere, stabilere Materialien vorstellen, zum Beispiel verschiedene Formen aus Beton: Würfel, Rechtecke. Mir kommen die Betonwürfel in den Sinn, die beim sehr spannenden und erfolgreichen Projekt „Nahmobilität im Nordend“ zur Rettung von Gehwegen und Plätzen verteilt wurden. gb

 

 

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