Verbot von Rasenbewässerung mit Trinkwasser

Frankfurt. Im letzten Umweltausschuß im September 2019 habe ich gefordert, daß die Rasenflächen in städtischen Grünanlagen nicht mehr mit kostbarem Trinkwasser gewässert werden. Das Verbot bedarf noch nicht mal eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung. Die Umweltdezernentin Rosemarie Heilig kann das Grünflächenamt anweisen, Trinkwasser nicht mehr für Grünbewässerung zu vergeuden. Für Bäume soll Brauchwasser verwendet werden.

In diesem Jahr wurde es ganz extrem, indem ein neues Rohrsystem in der Gallusanlage und im Rothschildpark zur Grasbewässerung verlegt wurde. In diesem heißen Sommer! Der Juni war der heißeste Monat der Wetteraufzeichnung. Auch der Juli war extrem. Die Rohrverlegung im Rothschildpark wurde sogar am Bauzaun als Ausbildungsprojekt deklariert. Das sollte was Gutes sein. Ein Bildungsprojekt, bei dem die Jugend ihr KlimaGrab schaufelt! Seit fast einem Jahr geht die Jugend Freitag für Freitag wegen des Klimanotstands auf die Straße. Das geht an der Stadt Frankfurt ziemlich vorbei, erst recht am Grünflächenamt, so scheints. Für Gras Trinkwasser, doch keine Trinkbrunnen gegen den Durst der Menschen – das ist die Devise des Umweltdezernats.

Nein  – die Wasser-Ausbeutung des Vogelsbergs, Burgwalds, Ried und Spessart für unsinnige Grasbewässerungen in Frankfurt muss sofort ein Ende haben. In den Wallanlagen und dem Rothschildpark sollte der Anfang gemacht werden.

Wir waren von der Bürgerinitiative Grüneburgpark im Ausschuß, um den Ausbau des Brauchwassernetzes zu fordern. Der Antrag der Linken, ein Entwurf von mir, wurde von den Regierungsfraktionen Grüne, SPD und CDU geschoben. Ob was darüber im zugesagten Klimapaket steht? Noch sehe ich nur die Pressemeldung – ohne das Brauchwasser-Thema.

Die FAZ hat die Forderung nach dem Trinkwasser-Stopp zur Grünanlagen-Bewässerung im Bericht aufgenommen, die FR unerklärlicherweise nicht. Obwohl die FR aktuell einen doppelseitigen Artikel des WasserRaubes aus dem Umland brachte. gb

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