Im Frankfurter Stadtwald spazieren gehen

Zustand des Stadtwaldes erkunden – Pilzzeit – Fluglärm – Monsterspecht und Eule.    An einem sonnigen Dienstag im Oktober machte ich mich von der Endhaltestelle der Buslinie 36 auf in den vom Regen feuchten Wald, neugierig, wie die Bäume auf mich wirken, ob ich reichlich Pilze sehe, wie die Natur rund um den Jacobiweiher aussieht und wie ich mit der Straßenbahn zurück in die Stadt komme.

Zugegeben – ich war positiv überrascht, daß Buchen, Eichen, Robinien, Lärchen noch ihr grünes Kleid hatten. Pilze mit ihrer besonderen Schönheit und Mannigfaltigkeit kamen an Altholz und im Laub massig vor meine Kamera, so daß ich meine Freude hatte. Einige Jogger, Spaziergänger und Radler waren unterwegs. Lärm machten die Flugzeuge. Der Monsterspecht klopfte am Eichenholz. Die Eule im Norwegerpullover versteckte sich hinter Ahornlaub.

Unterwegs las ich auf einem Schild vor einer Schonung, daß Eichen-Samen ausgebracht worden sind, weil Pflanzen schlechter anwachsen würden, so das Forstamt. Wohl wahr. Dicht in Reihen standen die zweijährigen Stiel-Eichen. Doch warum plant das Umweltdezernat eine Spenden-Pflanzaktion im Umkreis des Carl-von-Weinberg-Parks im November 2019? Dort würden Samen besser sein, außerdem gibt es junge Bäume im Bestand.

Nahe der Isenburger Schneise erblickte ich hohe, abgestorbene Buchen. Der absterbende Wald ist das große Klima-Thema. Das Gebiet, durch das ich unterwegs war, wirkte nicht ganz so betroffen. Da bleiben die nächsten Sommer abzuwarten.  Der feine Regen seit August wirkt nur wie ein Sprühfilm gegen den Baumtod. gb

Die folgende Aktion sehe ich kritisch und empfehle sie nicht. Vielleicht klappt ein Termin der Naturfreunde mit dem Revierförster, um die Lage und den Baumbestand zu erkunden.  Die Niederräder Naturfreunde haben in der Nähe ihr Domizil Am Poloplatz 15.

Spenden- und Pflanzaktion nahe Carl-von-Weinberg-Park

 

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