Historischer Verna-Park und Festung mit Industriemuseum in Rüsselsheim locken auch im Winter

Im Januar 2020 mit Nordic-Walking-Stöcken unterwegs. Ich nutze das 365-Euro-Ticket/1 Jahr für ganz Hessen. Heute führte mich mein Ausflug nach Rüsselsheim, der Opelstadt am Main. Die S9 fuhr pünktlich ab Frankfurt – Hauptwache los. Zwischendurch gab es nervige Ansagen, daß wegen Weichenstörungen verschiedene Orte auf der Strecke nicht angefahren werden.

Doch ich kam ohne unerfreulichen Aufenthalt in Rüsselsheim an, war darüber erleichtert. Mein Weg führte mich durch die Fußgängerzone in Richtung Main. Und schon war ich beim StadtPark (Verna-Park), den ich von Radtouren entlang dem Main kannte.

Er ist als romantischer Park Mitte des 19. Jahrhunderts (1850 – 1865) mit Sichtachsen, Kunstbauten, Gewässer und Springbrunnen (sie waren in Betrieb!) und künstlichen Hügeln des typischen englischen Landschaftsparks angelegt worden. Mit großem Interesse widmete ich mich den Bäumen. Gleich fielen mir in dem überschaubar kleinen Park bis zu zwanzig Neupflanzungen von hochstämmigen Bäumen mit Stützpfählen auf.

Das durch die jüngsten Hitzesommer verursachte Baumsterben scheint einen Planzschub ausgelöst zu haben, reimte ich mir zusammen. Baumstümpfe waren zurückgeblieben. Eine Nadelbaumgruppe stirbt ab.

An einem Blasenbaum (Koelreuteria paniculata) war auf einem großen Schild zu lesen, daß sieben junge Bäume von der Rüsselsheimer Volksbank gespendet worden waren.

Sympathisch fand ich die Baumschilder an etlichen trutzigen alten Bäumen. Die dicksten Bäume waren Stieleichen. Leider stand ihr Alter nicht dran. Das Alter läßt sich ja schlecht schätzen. Beschildert waren Rotbuche, Italienische Zypresse, Colorado-Tanne, Ginkgo, Atlas-Zeder, Ahorn, Irische Eibe, Platane, Wintergrüne Eiche (Quercus x turneri) mit bauchigem Stamm, Krim-Linde und andere.

Staudenbeete sind angelegt. Die Hauptwege sind asphaltiert. Die Nebenwege sind wasserdurchlässig mit Sand bedeckt. Vögel nahm ich in einem dichteren Gehölz wahr. Und auf dem Teich schwammen ungestört rund zehn Stockenten. Lustig fand ich die vielen, kleinen Erdhäufchen von Regenwürmern auf den Wiesen.

Gleich anschließend, mit wenigen Schritten erreicht, liegt die trutzige Festung mit dem Stadt- und Industriemuseum, das ich heute wieder mal umrundete, um das Bauwerk zu bewundern. gb

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