Ein Lichtblick in Corona-Zeiten: Abi-Saufgelage kann nicht stattfinden

Dem Landschaftsschutzgebiet Grüneburgpark bleibt in diesem März 2020 das illegale Saufgelage, das die Stadt seit rund 12 Jahren geduldet, gehegt und subventioniert hat, erspart. Dem Corona-Virus sei Dank. Die nicht angemeldete Fete von über 1000 jungen Menschen, für die das schriftliche Abi im Alkoholrausch beendet wurde, führte Jahr für Jahr zu Alkohol-Mißbrauch von Jugendlichen, Koma, Bergen von Glas und Plastik und Naturzerstörungen.

Wir von der Bürgerinitiative Grüneburgpark setzten uns seit 2012 dafür ein, dem massenhaften unguten Treiben im Naturschutzgebiet ein städtisches Ende zu setzen. Vergeblich. Mit dem Ortsbeirat 2 wurde organisiert, daß am Tag danach von Schülerinnen und Schülern der Dreck weggemacht wurde. Eine Firma reinigte nach und fuhr die Müllberge dann weg.

Selbst die in Frankfurt sehr aktive FridaysforFuture-Bewegung hatte im Jahr 2019 die flashmob-Party im Schutzgebiet nicht verhindern können oder auch nicht wollen. Sie war nicht im Fokus.

Einige von FFF halfen am Tag danach beim Aufräumen. Als sei das die Lösung für ein fehlgeleitetes Verhalten einer gymnasialen „Elite“. In anderen Städten gibt es kulturelle Abi-Feiern oder Umzüge – bewußt ohne Alkohol. Die Subventionen der Zerstörung beliefen sich pro Jahr auf mindestens 13000 € aus dem Steuerhaushalt, Personal nicht gerechnet. Wir alle zahlten für das Abi-Besäufnis; hätten das Geld lieber für Sport- und Spielplätze investiert.

Hoffentlich besinnt sich die Stadt endlich und verhindert in Zukunft das Zugedröhne und die Massenveranstaltung in einem Schutzgebiet. Zuständig sind das Bildungs- und das Umweltdezernat. Ob dieses Jahr Polizei patroulliert, falls doch ein flashmob Abisaufen stattfindet?  gb

 

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